Referenz AAE

AAE Ahaus-Alstätter Eisenbahn AG (Member of VTG)

 

Für seine neue virtualisierte IT-Infrastruktur setzt der Baarer Güterwagen- Vermieter AAE auf eine hoch verfügbare, 2 RZ Storage-Lösung der EMC VNX 5000 Reihe, Server mit VMware, Backup to Disk mit Veeam und BackupExec, wie auf ein neues SAN und LAN.

Sichere Storage-Server-Backup-Infrastruktur im Dienst des Güterverkehrs

Die europäische Eisenbahnindustrie erlebte Ende der 1980er-Jahre einen tief greifenden Umbruch: Traditionell war die Eisenbahn eine Staatsangelegenheit, nun begann das Zeitalter der Deregulierung und Privatisierung. Das 1989 gegründete Unternehmen AAE nutzte die Gelegenheit mit einem visionären Konzept. Anfangs der neunziger Jahre hat AAE in das Zukunftspotenzial eines damals rückläufigen Marktes investiert und begonnen, eine visionäre Business- Idee umzusetzen: die Vermietung von Standard-Güterwagen an Staats- und Privatbahnen, an Intermodal-Operateure und Grosskunden aus unterschiedlichen Branchen. Dies basiert auf einem neuen Konzept, zu dem neben der eigentlichen Vermietung ein umfassendes Service-Modell gehören.

Das Konzept stimmt: heute ist die grösste privatwirtschaftliche Standard- Güterwagenflotte Europas unter dem Zeichen AAE auf dem Schienennetz des ganzen Kontinents unterwegs. Fast alle europäischen Eisenbahngesellschaften und Unternehmen, die Gütertransporte auf der Schiene durchführen, fahren heute mit Wagen von AAE.

IT wächst mit Mit dem Unternehmen – heute beschäftigt AAE 115 Mitarbeitende – wuchsen auch die Ansprüche an die Informatik, wie der Leiter der ITS Martin Stuber bestätigt: „Es war stets unsere Herausforderung, mit einem möglichst schlanken Budget das Firmenwachstum zu bewältigen.“ So kommt das Infrastruktur-Team bis heute mit 160 Stellenprozenten aus. Eine erste Reform erlebte die IT-Landschaft von AAE im Jahr 2004. Damals wurden anlässlich des Umzugs in den heutigen Hauptsitz in Baar zwei standardisierte, kostengünstige Servertypen sowie neue Desktops eingeführt und das gesamte LAN auf Gigabit-Basis neu aufgebaut. Das Resultat war eine sehr stabile IT-Umgebung mit 16 dedizierten Servern, die jeweils eine klar umrissene Aufgabe erfüllten, darunter Exchange, Fileserver, Application Server und Faxserver.

Virtualisierung oder Outsourcing? Etwa ab 2008 stellte sich für Martin Stuber die Frage nach einem erneuten Paradigmenwechsel in der IT: „Es war uns bald klar, dass die Virtualisierung auch für KMU die Zukunft sein wird.“ Man wollte aber die bestehende Infrastruktur möglichst lange weiter nutzen um vom sich schnell verbessernden Preis/Leistungs-Verhältnis bei HW und SW zu profitieren und baute zunächst auf inkrementelle Optimierungen, behielt aber die technologische und preisliche Marktentwicklung immer im Auge.

Nachdem erste Anbieter 2010 bei AAE ihre neuen Lösungen demonstriert hatten, überlegte sich das Unternehmen im Jahr 2011 dann, eventuell die gesamte IT auszulagern. Eine aufwändige Evaluation erbrachte jedoch ein klares Resultat: „Wir entschieden, die IT im eigenen Haus zu behalten. Mit Outsourcing hätten wir finanziell keine wesentlichen Einsparungen erzielt, aber viel eigenes Know-how und Supportqualität verloren“, hält Martin Stuber fest. Zudem ergab sich die Gelegenheit, im Bürogebäude in einem vom Vermieter neu erstellten Rechenzentrum Rackplatz zu mieten. Derzeit ausgelagert ist das SAP-System, aber auch dieses will AAE ab Q1 2013 selbst betreiben und per Remote Systems Management von einem spezialisierten Partner betreuen lassen. „Da können wir nochmals Geld sparen, punkto Performance besser skalieren und auf neue Bedürfnisse flexibel reagieren.“ Nach dem Grundsatzentscheid für eine In-house-Lösung mit virtualisierten Servern begann die Suche nach dem geeignetsten Partner. Martin Stuber: „Wir wussten von Anfang an, dass wir nicht alles selbst erledigen können. Wir sind auf einen Lieferanten angewiesen, der unsere Bedürfnisse zuverlässig abdeckt, und auf einen Partner, der in enger Kooperation mit uns die Lösung baut und zum nötigen Know How Transfer bereit ist.“

Storage mit zentraler Bedeutung „Was uns ebenfalls schnell klar war: In einer virtualisierten Umgebung ist Storage matchentscheidend. Das sollte sich jedes Unternehmen bewusst machen, das vor einem ähnlichen Schritt steht“, betont Stuber mit Nachdruck. „Wenn die Storage-Infrastruktur nicht funktioniert, läuft gar nichts mehr. Sie muss deshalb erstens hoch redundant ausgelegt sein und zweitens von einem Partner betreut werden, der weiss, was er tut.“ Nach einer eingehenden, zweistufigen Evaluation entschied sich AAE Anfang 2012 für EMC als Lieferanten und AceTrade als Lösungspartner. „Wir waren nach vielen Gesprächen überzeugt, dass AceTrade und EMC unsere Anforderungen am zuverlässigsten erfüllen können. Ohne diese Gewissheit hätten wir wohl nicht in-house eine virtualisierte Serverumgebung aufbauen wollen.“ Bei der Evaluation wurden laut Martin Stuber auch umfassende Referenzen eingeholt, und zwar sowohl telefonisch als auch direkt vor Ort: „Es ist immer am besten, wenn man eine realisierte Lösung selbst anschauen kann und mit den Leuten face-to-face reden kann.“

Ambitiöses Projekt zügig umgesetzt „Wir hatten einen sportlichen Zeitplan und konnten diesen auch einhalten“, schildert Martin Stuber den Projekterfolg. Mit entscheidend für den reibungslosen Ablauf war sicher auch, dass bereits die bisherige Serverlandschaft sauber aufgesetzt war und bestens funktionierte – „wir hatten diesbezüglich keine Leichen im Keller!“ lobt Stuber seinen Infrastruktur Verantwortlichen Christoph Huwyler. Seit Mitte 2012 läuft die virtualisierte IT-Infrastruktur bei AAE produktiv. Bei der Servervirtualisierung kommt die Technologie von VMware zum Einsatz. Für die Storage-Plattform setzt AAE auf zwei örtlich getrennte Unified-Storage-Systeme vom Typ EMC VNX5100. Die Daten werden zwischen den bereits in sich redundant ausgelegten VNX-Systemen zusätzlich synchron repliziert. Die Messaging-Infrastruktur läuft nach der Migration auf Exchange 2010, inklusive Umstellung auf Forefront Security. Das LAN wurde neu aufgebaut und segmentiert.